Austausch mit MdEP Ferber
Am 12. Juni 2026 kamen die Vorsitzenden sowie Vertreterinnen und Vertreter der Lokalen Aktionsgruppen (LAGen) aus Nordschwaben und dem Allgäu mit dem Europaabgeordneten Markus Ferber zusammen, um sich gemeinsam für eine positive Fortführung des LEADER-Programms einzusetzen. Anlass des Treffens war die wachsende Sorge um die künftige Verankerung der LEADER-Förderung im neuen EU-Haushalt ab 2028. Der Austausch fand in der alten Mühle Schmuttertal in Kreppen im Markt Diedorf statt, einem LEADER-geförderten Beispiel für die konkrete Wirkung europäischer Förderung im ländlichen Raum. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie LEADER im kommenden Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union abgesichert werden kann. Aktuell werden in Brüssel die Grundlagen für den EU-Haushalt 2028 bis 2034 diskutiert. Nach den bisherigen Vorschlägen der Europäischen Kommission bleibt LEADER zwar Teil der ländlichen Entwicklung, erhält jedoch keinen eigenständigen Budgetansatz. Aus Sicht der LAGen birgt dies das Risiko, dass LEADER an Schlagkraft verliert und künftig stärker mit anderen Förderbereichen um die verfügbaren Mittel konkurrieren muss. Die anwesenden Vorsitzenden und Regionalmanagerinnen und Regionalmanager machten deutlich, wie wichtig Planungssicherheit, ausreichende Mittel und praxistaugliche Verfahren für die Arbeit in den Regionen sind. Gerade kleinere Projekte profitieren von LEADER, weil es Beteiligung ermöglicht, ehrenamtliches Engagement stärkt und regionale Entwicklung von unten unterstützt. Ob Begegnungsorte, Jugendangebote, Kulturprojekte, touristische Infrastruktur, Klimaanpassung oder Natur- und Landschaftsprojekte: LEADER eröffnet Handlungsspielräume, die ohne diese Förderung oft nicht entstehen würden. Markus Ferber zeigte Verständnis für die Sorgen der LAGen und sagte zu, sich auf europäischer Ebene für eine verlässliche Finanzierung des ländlichen Raums stark zu machen. Die Anliegen der Regionen will er dabei auch in seine Arbeit in den zuständigen Ausschüssen einbringen. Für die LAG Monheimer Alb-AltmühlJura und die weiteren beteiligten LAGen war der Austausch ein wichtiges Signal: LEADER wirkt, weil Menschen vor Ort Verantwortung übernehmen und ihre Region gemeinsam gestalten. Damit dies auch künftig möglich bleibt, braucht das Programm eine starke und stabile Grundlage in der kommenden EU-Förderperiode.
Danke an alle Beteiligten und insbesonderen Herrn Ferber für das konstruktive Miteinander!







